Die erste Inbetriebnahme der YI Home Cam gestaltet sich  – nun – speziell… Lässt sich die App noch problemlos installieren, ist die Verbindung zum WLAN anscheinend eher ein Glücksspiel.

Entsprechende Rezensionen bei Amazon zeigen auch ein eher heterogenes Bild bezüglich der Verbindung der Cam mit dem eigenen WLAN. Aber vielleicht sitzt ja auch in diesem Fall einmal mehr das Problem vor dem Monitor 🙂

Nach dem ersten Starten der YI Home App musst du dich erst einmal einloggen, oder registrieren, falls nicht schon geschehen. Ich musste mich also zuerst registrieren. Nach dem üblichen Prozedere der Registrierungsbestätigung über eine E-Mail und dem Click auf den entsprechenden Link, kann es dann endlich losgehen.

Zuerst wird die Cam in der App eingerichtet. Die erste Hürde war dabei die Auswahl des richtigen Kamera-Modells. Von den insgesamt sieben Modellen gibt es zwei, bei denen sich mir der Unterschied bis heute nicht erschlossen hat. YI Home Kamera 1080… und YI Home Kamera 1080P. YI hilft einem aber dabei. Und zwar mit einem QR-Code auf der Rückseite der Kamera, der direkt aus der App gescannt werden kann. Damit erkennt die App das Modell dann automatisch.

Im nächsten Schritt erfolgt dann die Verbindung mit dem WLAN. Die SSID ist vorbelegt mit dem WLAN, mit dem das Smartphone verbunden ist und lässt sich auch nicht ändern. D.h. wenn ihr die Cam mit einem anderen WLAN verbinden wollt, müsst ihr das Smartphone erst mit diesem connecten. Etwas seltsam, zumal die Kamera kein 5 GHz WLAN unterstützt. Also noch mal zurück in die Smartphone-Einstellungen und in ein 2,4 GHz WLAN gewechselt. Dann das Ganze von vorne…

WLAN-Passwort eingeben und weiter clicken. Dann wird ein QR-Code in der App angezeigt, den man vor die Kamera halten soll. Leider gibt es keinerlei Hinweise, in welcher Entfernung man das Smartphone vor die Linse halten soll, damit das funktioniert. Während dieses Schrittes gibt die Kamera ca. alle 30 Sekunden ein „Waiting for connection.“ von sich. Zwar in guter Sprachqualität und mit angenehmer Stimme. Irgendwann nervt es dann aber doch, wenn das Ganze einfach nicht funktionieren will!

Nach etlichen erfolglosen Versuchen, mit zahlreichen Resets der Kamera, breche ich schließlich ab und recherchiere im Web nach Hinweisen, was zu tun sein könnte, damit das Ganze doch noch funktioniert. Dort stosse ich auf der YI-Homepage auf einige mehr oder weniger hilfreiche Tipps. Unter anderem auf den, dass man in der App auf den QR-Code tippen kann, damit er größer wird und ihn die Kamera dann eventuell besser erkennt.

Also versuche ich das erneut und siehe da, nach einigen Sekunden meldet die Cam, dass sie den Code erkannt hat und sich jetzt mit dem WLAN verbindet. Volià! Einige Sekunden später habe ich dann das Live-Videobild auf meinem Smartphone. Was lange währt…

Die App bietet einige Zusatzfunktionen, wie Bewegungserkennung, oder (finde ich besonders witzig) eine „Weinendes Baby Erkennung“. Vielleicht probier ich das mal aus demnächst 🙂 Komplexere Funktionen bei der Bewegungserkennung, wie z.B. das Auswählen von Überwachungsbereichen, bietet die Kamera, bzw. die App nicht.

Mittels eingebautem Mikrophon und Lautsprecher kann man sogar eine direkte Sprachverbindung aufbauen, bei Bedarf.

Speichern kann man Videos entweder auf einer SD-Card (die musst du extra kaufen), für die an der Cam ein entsprechender Slot vorhanden ist, oder in der Cloud. Für den Cloud-Speicher braucht es dann allerdings erst noch ein separates Abo für die YI-Cloud. Das gibt es für Käufer der Cam im ersten Monat gratis und danach z.B. drei Monate für € 9,99, oder im Jahresabo für € 32,99. Dabei sind dann 7 Tage Speicherkapazität. Mehr Speicher kostet dann auch entsprechend mehr. Da ich derzeit keine Speicherfunktionalität brauche, habe ich das Ganze auch nicht ausprobiert.

Der Erfassungsbereich der Kamera ist meiner Meinung nach ausreichend für den Innenbereich. Laut Hersteller 110°. Überprüft habe ich das nicht. Für mein Wohnzimmer reicht es jedenfalls.

Fazit: eine gut gemachte Smartfrog-Kopie mit ausreichendem Funktionsumfang zum günstigen Preis. An die Schwächen und Probleme bei der Inbetriebnahme und Einrichtung derartiger Smarthome-Geräte hat man sich inzwischen schon fast gewöhnt. Usability und User-Experience scheinen nach wie vor weniger wichtig zu sein, als technische Features. Jetzt bin ich gespannt, wie sich die Cam im Langzeittest schlägt.

 

 

 

 

YI 1080p Home Camera

6.6

Funktionsumfang

7.0/10

Qualität

7.0/10

Preis

8.0/10

Handling

5.0/10

Smartness

6.0/10

Pros

  • Günstiger Preis
  • HD-Auflösung
  • Sprachverbindung
  • Weiter Erfassungsbereich (110°)

Cons

  • Schwächen bei Inbetriebnahme
  • Cloud-Speicher kostet extra
  • Cloud-Speicher in China

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