Entspannt sich die Lage, oder entspannt sie sich nicht? Das ist derzeit wohl eine der meist diskutierten Fragen im Land. Die Osterferien stehen vor der Türe und danach sollte das Leben ja wohl wieder wie gewohnt weiter gehen. Die Schulen öffnen und die Universitäten. Kinos, Theater, Bäder, Restaurants, Kleidungsgeschäfte und vor allem Friseure sind wieder offen.

Träumt weiter! Wenn es gut läuft wird sich die Kurve mit den Infizierten in Deutschland in den nächsten 14 Tagen einigermaßen abflachen. Danach wird es sicher noch 3-4 Wochen dauern, bis auch nur ansatzweise so etwas wie Normalität einkehrt. Wie gesagt: wenn es gut läuft.

Ich bin gespannt, wie lange wir es schaffen in Deutschland den „Deckel draufzuhalten“. Wie lange es dauert bis die erste AfD-Kakerlake mal wieder aus der Ecke gekrochen kommt und eine Lockerung der Massnahmen für das „Deutsche Volk“ fordert. Die Asylanten müssen nach deren Ansicht bestimmt alle noch 12 Monate in Quarantäne bleiben… Aber vergessen wir mal die AfD. Von denen hört und sieht man derzeit ja zurecht nichts. Und das darf auch gerne so bleiben, die nächsten 1000 Jahre. Und hoffen wir, dass unsere Politiker genug Arsch in der Hose und Hirn im Kopf haben, den Deckel eben genau so lange drauf zu halten, wie nötig.

Was mir momentan viel mehr Sorgen macht, ist die Lage in den USA. Dort explodiert das Thema gerade und weder die US amerikanische Politik noch deren Gesundheitssystem scheinen in der Lage zu sein, adäquate Massnahmen zu ergreifen gegen ein mögliches Massensterben. Dass Trump ein Desaster für das Land ist, ist nicht neu. Dass es aber jetzt eventuell so schlimm wird, könnte in einer Katastrophe enden!

Fast 300.000 Infizierte in den USA und schon knapp 7.000 Tote. Das ist eine Verdreifachung innerhalb einer Woche. Und das in einem Land mit ungefähr einem Viertel der Bevölkerung von China. Zur Erinnerung: dort sind wir bei unter 90.000 Fällen und ca. 3.300 Toten. Natürlich kann man die Zahlen aus China anzweifeln. So wie auch die in der Türkei, oder in Russland. Das ist letzten Endes aber egal. Klar ist nämlich, so oder so, dass die Vereinigten Staaten gerade große Gefahr laufen, in eine humanitäre Katastrophe zu schlittern. Wenn es so weiter geht, haben wir dort in zwei Wochen eventuell schon mehr tote Amerikaner, als im Vietnamkrieg – damals waren es knapp 60.000 – und in vier Wochen mehr, als im zweiten Weltkrieg – das waren über 400.000!

Und das werden wir dann ganz sicher auch in Deutschland spüren. Jedenfalls wirtschaftlich. Dort vermutlich sogar stärker, als die Auswirkungen von Corona in Deutschland selbst. Und so gut wir derzeit Corona in Deutschland noch im Griff haben – bei allem was in Amerika passiert und womöglich passieren wird, sind wir derzeit bestenfalls Zuschauer.

Drücken wir also die Daumen, dass das so nicht kommt. Vor allem für die Menschen in den USA!

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