Über eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo bin ich auf die Wireless In-Ear Kopfhörer von ERL gestossen.

Ich suche schon seit einiger Zeit nach In-Ear Bluetooth-Kopfhörern für’s Büro, oder zum abendlichen Champions-League schauen auf dem iPad oder MacBook und da dachte ich mir: „Die probierst du mal aus.“ zumal die Leistungsversprechen nicht schlecht aussehen. Lange Akku-Laufzeiten, gute Ton-Qualität und akzeptabler Preis.

Da habe ich mal zugegriffen 🙂

Die Verpackung wirkt insgesamt eher billig. Ich vermute, dass das Ganze aus China kommt. Auch wenn das Unternehmen seinen Sitz in den USA hat (New York – nicht Silicon Valley). Die Ladeschale für die für die Kopfhörer ist auch nicht gerade hochwertig, aber noch ok, während die Kopfhörer selbst einen ganz guten Eindruck machen.

In der Verpackung finden sich, neben den Kopfhörern und der Ladeschale, noch einige Ohrpolster, ein (ziemlich kurzes) USB-Ladekabel und eine Kurzanleitung.

Die beiden Hörer selbst bestehen, neben des Lautsprechers, aus einem Anschluß zum Laden in der mitgelieferten Ladestation, einem großflächigen Taster, sowie einem Leuchtring, der einem den jeweiligen Betriebszustand anzeigt.

Das „Pairing“ mit Smartphone oder Tablet stellt bei solchen Geräten meist keine Herausforderung dar. Deshalb habe ich es zuerst bei meinem MacBook versucht. Da beide „Ohr-Stöpsel“ eine eigene Bluetooth-Verbindung benötigen, muss man auch beide einzeln „pairen“. Mich hat immer etwas gewundert, wie das funktioniert. Immerhin müssen sich ja zwei Geräte gleichzeitig (linker und rechter „Ohr-Stöpsel“) mit meinem Rechner oder Smartphone verbinden und es werden ja unterschiedliche Informationen übertragen (bei Stereo). Da werde ich dann immer etwas skeptisch…

Ich lade die beiden „Earbuds“ also erst einmal in der Ladestation auf, bis sie grün leuchten. Die farbigen LED-Leuchtringe an den Kopfhörern wirken schon einigermaßen cool! Allerdings zeigen beide Hörer mal rot an, mal grün, mal sind sie aus. Das hab ich noch nicht so ganz durchschaut. Eigentlich sollten sie rot leuchten, bis sie voll geladen sind. Und dann grün. Aber je nach dem, wie man sie in die Ladestation einsetzt, leuchten sie entweder rot, oder grün. Nach dem beide Hörer „grün“, also volle Ladung, signalisieren, starte ich den ersten Kopplungsversuch mit meinem MacBook Air. Bluetooth aktivieren – und los geht’s. Die Ladestation hat übrigens einen Knopf mit dem sie laut Anleitung ein- (einmal drücken) und ausgeschaltet (zweimal drücken) werden kann. Warum man den Schalter nicht verwendet um die Station einfach ein- und auszuschalten, erschließt sich mir allerdings nicht.

Ich kopple zunächst den linken Hörer durch Tastendruck und bestätige am MacBook. Dann das Gleiche mit dem rechten Hörer. Ca. 5 Sekunden die Taste am Hörer drücken und dann die Kopplung am MacBook bestätigen. Funktioniert. Allerdings: kurz nach der Kopplung mit dem rechten Hörer meldet der linke Hörer ein „Disconnect“ – Mist! Also versuchen wir das Ganze nochmal…

Das Verhalten ändert sich allerdings auch bei weiteren Versuchen nicht. Immer, wenn ich den zweiten Hörer kopple, meldet der erste, dass er sich „disconnected“ hat. Bis ich irgendwann bemerke, dass er das zwar meldet, aber gar nicht „disconnetcted“ ist! Die Verbindung steht bei beiden Hörern, auch wenn bei einem ein „Disconnect“ angezeigt wird.

Seltsam also, aber erstmal alles gut…

Also ein neuerlicher Kopplungsversuch. Mal klappts, mal nicht. Mal der Rechte, mal der Linke, selten beide. Naja! Das überzeugt natürlich nicht gerade und erinnert mich stark an die Probleme mit anderen Bluetooth In-Ear Kopfhörern mit diesem System.

Insgesamt also eher enttäuschend. Also auf die Suche nach Support-Seiten im Web. Tatsächlich finde ich die hier… und da steht es auch etwas ausführlicher und präziser, als in der Kurzanleitung. Es reicht nämlich EINEN der beiden Hörer zu „pairen“. Der andere muss dann nur noch eingeschaltet werden. So weit die Theorie. Probieren wir es aus. Tatsächlich – es funktioniert! Allerdings ist die Verbindung nicht stabil. Einer der beiden Hörer steigt immer wieder kurzfristig aus – warum auch immer.

Mal schauen, ob es an iPad oder iPhone besser funktioniert – Nein, nicht wirklich. Die Verbindung ist instabil und einer der Kopfhörer steigt immer wieder aus. Ärgerlich. Es scheint mit“Handauflegen“ besser zu funktionieren. Aber das kann es ja auch nicht sein. Also werde ich mal mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen und schauen, was passiert. Schade, denn der Klang und die Passform sind wirklich gut…

ERL - Wireless Bluetooth Kopfhörer

5

Funktionsumfang

7.0/10

Qualität

5.0/10

Preis

7.0/10

Handling

3.0/10

Smartness

3.0/10

Pros

  • Günstiger Preis
  • Gute Passform
  • Guter Sound

Cons

  • Instabile Bluetooth-Verbindung
  • Billige Verpackung
  • Kurzes Ladekabel

4 Kommentare

  1. Servus. Ich habe die Dinger über Kickstarter bekommen. Die Verbindung funktioniert ohne Aussetzer wenn man nicht beide gleichzeitig mit dem Endgerät pairt, sondern zunächst einen (also länger als 3 Sekunden auf dem Startknopf bleibt) und den anderen nur einschaltet (also den Startknopf nur kurz drückt) Dann verbindet sich der letztere mit dem ersten Earbud und nicht mit dem Endgerät. Dann ist die Verbindung super stabil und störungsfrei. Die Anleitung ist da leider etwas missverständlich.

  2. Hallo. Hatte das gleiche Problem mit den Aussetzern und hatte auch beide gleichzeitig gepairt. Die Lösung ist die alte Bluetooth Verbindung vom 2 Earbud auf dem Endgerät zu löschen und eben nur mit dem ersten Earbud zu verbinden. Das Endgerät versucht sonst immer die alte Verbindung zum 2 Earbud aufzubauen, das macht dann die Aussetzer.

    1. Hi Christian,
      Danke für die Infos! Ich hab das alles mal so probiert, wie von dir beschrieben. Jetzt funktioniert es zumindest besser. Aber der linke Hörer ist trotzdem immer mal wieder „weg“ (der rechte ist mit dem MacBook „gepairt“).
      Viele Grüsse,
      mani.

  3. mir ging das ganz genauso nachdem ich aus Versehen einmal zu lange auf der pairing Taste war war ich auf dem Einzel Pairing-Modus das ist aber auf der Homepage des Herstellers, welche man natürlich vorher lesen sollte, ausreichend erklärt.

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