FUNCL – Wireless Headphones

Nach dem meine bisherigen Experimente mit drahtlosen Kopfhörern bisher nie so der „Bringer“ waren, habe ich erneut bei einem Indiegogo Crowdfunding-Project zugegriffen. Die Bluetooth-Headphone Projekte wachsen gerade gefühlt wie die Pilze aus dem Crowdfunding-Boden. Möglichkeiten für Versuche gibt es also genügend. FUNCL ist ein Projekt, das bereits fast 1 Mio. Dollar gesammelt hat und der Kopfhörer ist in seiner Basisversion „W1“ mit nur 29 USD (ca. EUR 25,-) doch sehr günstig!

Die „In-Ear“ Hörer gibt es in Weiss oder Schwarz und sie haben mit dem Typ „AI“ noch einen großen Bruder, den ich hier aber nicht getestet habe. Der ist auch deutlich teurer und liegt bei 59 USD. Allerdings sind das die „Einstiegspreise“ für Crowdfunder. Offiziell liegt der W1 bei 99 USD und der AI bei 159 USD. Dass allerdings, muss ich sagen, wäre meiner Meinung nach zumindest für den W1 deutlich zu teuer, für das was man bekommt!

Vom Prinzip unterscheiden sich die FUNCL W1 kaum von den bereits von mir getesteten InEar-Hörern von ERL. Deshalb war ich auch gespannt, ob sie im Praxistest ähnliche Schwächen aufzeigen.

Zunächst ab zum Unboxing. Die Hörer kommen in einer schlichten, aber keinesfalls billig wirkenden Schachtel, die interessanterweise mal nicht mit einem Plastikkleber zugeklebt ist, sondern über eine Art Aufreiss-Lasche im Karton verfügt. Innen drin sind dann die Hörer, die Ladeschale (mit Deckel), eine Kurzanleitung, ein Garantieschein und ein – allerdings sehr kurzes – Ladekabel.

Zum Laden werden die Hörer, wie gehabt, in die Schale gelegt. Bei voller Ladung hat man dann laut Hersteller bis zu 5 Stunden drahtlosen Hörgenuss und mittels des in der Ladeschale integrierten Akkus sogar bis zu 18 Stunden. Die Akku-Laufzeit war beim Produkt von ERL ja eher ein Kritikpunkt. Mal schauen, wie es beim FUNCL ist.

Die Kopplung mit meinen Endgeräten wie iPhone, iPad Pro oder MacBook Air gelingt via Bluetooth problemlos. Neu war für mich, dass der FUNCL zur Bedienung (also z.B Ein- oder Ausschalten) nicht über einen Knopf im klassischen verfügt, sondern über eine „Touch“-Bedienung. Ein leichtes „an-touchen“ des Hörers reicht also, um das Gerät ein- oder auszuschalten. Hört sich zunächst mal smart an, kann aber nerven, wenn man den Hörer nur mal kurz rausnehmen will. Fasst man ihn dann an der falschen Stelle an, schaltet er ab und die Verbindung ist weg. So richtig schlimm ist das aber nicht, denn die Kopplung geht bei Bedarf richtig fix!

Nun zur Passform. Die ist – mindestens für meine Ohren – sehr gut. Die Hörer lassen sich gut im Ohr platzieren und halten auch recht gut. Ich denke, dass sie auch für sportliche Aktivitäten durchaus geeignet wären. Versucht habe ich es aber nicht 🙂 Der Tragekomfort ist also durchaus angenehm. Auf Dauer finde ich allerdings alle Kopfhörer irgendwie lästig. Aber das ist jetzt kein Problem des FUNCL W1. Das Design insgesamt finde ich jedenfalls sehr ansprechend!

Der Klang des FUNCL ist – sagen wir mal – speziell. Die Höhen sind recht klar und auch die ganz tiefen Töne werden gut wiedergegeben. Normale Bässe und auch Mitten fehlen mir dagegen. Das macht in Summe ein etwas synthetisches Klangbild. Irgendwie nicht schlecht, für meinen Geschmack, aber irgendwie auch „unwirklich“ – synthetisch eben. Aber mit dem Klang ist es ja, wie mit vielen anderen Dingen im Leben: Geschmackssache. Und Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten!

Ein Unterschied zum ERL ist übrigens noch, daß der FUNCL nicht als „One-Ear“ Hörer verwendet werden kann, d.h. es sind immer beide Hörer an, oder beide aus. Der ERL kann dagegen auch nur einen einzelnen Hörer koppeln.

Die Stabilität ist auch beim FUNCL nicht hundertprozentig. Manchmal ist ein Hörer weg, machmal beide. Gelegentlich hört man eine Art „knistern“. Aber vielleicht liegt das doch alles an meinen komischen Ohren. Das Durchhaltevermögen war bisher übrigens akzeptabel. Im Gegensatz zum ERL-Hörer ist mir jedenfalls noch die mitten im Fussballspiel der Akku ausgegangen…

Der FUNCL W1 ist mehr oder weniger „wasserfest“ (IP X5), wiegt nur 4,4 Gramm und hat ein integriertes Mikrophon, kann also auch als Headset zum Telefonieren verwendet werden.

Eine App oder so etwas gibt es nicht (wie z.B. bei B&O). Also auch nix einzustellen, oder zu konfigurieren.

Fazit: für den bei Indiegogo für Crowdfunder angebotenen Preis von 29 USD (zzgl. Versand) ist der drahtlose FUNCL In-Ear Kopfhörer ein recht preiswertes Produkt für alle, die nicht hundert oder mehr Euro ausgeben wollen und keine „Klang-Enthusiasten“ sind. Die kleinen Schwächen kann man da meiner Meinung nach verkraften. Bei Amazon und Co. ist er noch nicht zu haben. Es bleibt also abzuwarten, ob er da schlussendlich ankommt und zu welchem Preis!

FUNCL W1 wireless headphones

29.00
7.2

Funktionsumfang

6.0/10

Qualität

7.0/10

Preis

9.0/10

Handling

7.0/10

Smartness

7.0/10

Pros

  • Günstiger Preis
  • Gutes Design
  • Schnelle Bluetooth-Kopplung
  • Einfache Bedienung

Cons

  • Touch-Bedienung
  • Etwas seltsamer Klang
  • Sehr kurzes Ladekabel
  • Teils instabile Verbindung

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